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Vitamine

Was sind Vitamine?
Vitamine sind die Lebensbausteine eines jeden Menschen. Sie sind ein Teil vieler Enzyme und Botenstoffe, welche für die Steuerung von lebenswichtigen Reaktionen und Stoffwechselprozessen in unserem Körper zuständig sind. Wir können Vitamin D mithilfe der ultravioletten Sonnenstrahlung in unserem Körper produzieren. Vitamin K wiederum wird von Bakterien in der Darmflora gebildet. Alle anderen Vitamine müssen wir allerdings über unsere Nahrung aufnehmen, was heutzutage nicht mehr so einfach ist wie früher.

Bedeutung Vitamin:
Ursprünglich setzt sich der Begriff Vitamin aus den Begriffen „Vita“ + „Thiamin“. Vita kommt aus dem lateinischen und bedeutet Leben und Thiamin, welches heute als Vitamin B1 bekannt ist, wurde ende des 19. Jahrhunderts als eines der ersten Vitamine, durch Casmiri Funk entdeckt.

Vitamine: (Tabelle)

Zwischen 1928 und 1964 wurden 12 Nobelpreise in der Medizin und Chemie für die Entdeckung der folgenden Vitamine vergeben:
Vitamin Jahr und Fach Preisträger
Sterine und Vitamin D 1928 Chemie A.D.R. Windaus
Thiamin 1929 Medizin C.Eijkman
Thiamin 1929 Medizin F.G.Hopkins
Carotinoide und Flavine 1937 Chemie P.Karrer
Kohlenhydrate und Vitamin C 1937 Chemie W.N.Haworth
Vitamin C 1937 Chemie A.Szent-Gyorgyi
Vitamine und Carotinoide 1938 Chemie R.Kuhn
Vitamin K 1943 Medizin E.A.Doisy
Vitamin K 1943 Medizin H.C.P.Dam
Coenzym A und Pantothensäure 1953 Medizin F-A-Lipman
Coenzym A und Pantothensäure 1953 Medizin H.Krebs
Vitamin B12 1964 Chemie D.Hodkin

Wo sind Vitamine enthalten?
Vitamine unterscheiden sich in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Die wasserlöslichen Vitamine sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Die fettlöslichen wiederum kommen in Ölen oder Nüssen vor.

Warum stecken Vitamine in unserer Nahrung?
Es ist so, dass alle höheren Lebewesen aus Zellen aufgebaut sind und in diesen Zellen findet der ständige Prozess des Lebens statt. Dieses Zusammenspielen der Zellen ermöglichst es, dass Menschen und alle anderen mehrzelligen Lebewesen überhaupt erst existieren können Vitamine sind also ein essentieller Teil der Abläufe in den Zellen. Somit gilt, wenn jede Zelle optimal versorgt und gesund ist, dann ist das ganze Lebewesen gesund.

Vorkommen:
– Vitamin C: aufgeschnittene Orangen,
– Vitamin E: knackiges Blattgemüse,
– Vitamin D: Sonnenstrahlen,
– Vitamin B: Fisch und Fleisch
– Vitamin A und B12: nur in tierischen Produkten

Warum kommt es so vor als wären Vitamine Alphabetisch geordnet?
Wenn man unbewusst sich mit Vitaminen beschäftigt, kann es den Anschein machen, dass Vitamine alphabetisch geordnet sind, dem ist allerdings nicht so. Das erste Vitamin, das beschrieben werden konnte, war ein B-Vitamin (B1). Vitamin A, B, C, D und E bilden zwar eine alphabetische Reihenfolge, jedoch gibt es kein Vitamin F – J. Vitamin K hat seinen Namen erst durch den Entdecker Carl Peter Henrik Dam bekommen, der es 1934 als „Koagulations-Vitamin“ beschrieben hatte. Beispielsweise spricht auch niemand mehr von einem Vitamin H, sondern eher von Biotin.

Obst und Gemüse sind kein Allerheilmittel mehr:
Dass unser heutiges Obst und Gemüse weniger vitaminreich als früher ist, ist kein Geheimnis mehr. Es ist empirisch bewiesen, dass die Zunahme von Obst früher das Krebsrisiko um 35% gesenkt hat und der Stand heute sieht so aus, dass mit der Aufnahme von 200 Gramm Obst und Gemüse (entspricht einem großen Apfel), das Krebsrisiko lediglich um 3% sinkt. Warum die Qualität unseres Obstes und Gemüses so radikal abgenommen hat ist ein anderes Thema und Fakt ist, dass unser Obst und Gemüse „leer“ ist. Wer also keine eigenen Obs-Bäume und auch kein eigenes Gemüse anbaut, sollte sich über zusätzliche Vitaminzufuhr nachdenken.
Vitamine leben nicht lange
Vitamine sind sehr sensibel und reagieren empfindlich auf Lagerung, Transport, den Einfluss von Sauerstoff, Licht und Temperaturveränderungen.
Beispiel: „Werden zum Beispiel Äpfel oder Kartoffeln sehr lange gelagert, werden enzymatische Prozesse in Gang gesetzt, die Vitamine abbauen. Messungen haben gezeigt, dass ein Apfel vom Viktualienmarkt in München etwa zwölf Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm enthält. Wenn Sie Pech haben, auch nur acht Gramm. Und wenn Sie ihn ein paar Tage lang zu Hause gelagert haben, enthält er nur noch zwei Milligramm. Betrachten Sie Nährwerttabellen deshalb immer sehr kritisch.

Kochen zerstört Vitamine:
Beim Kochen von Nahrungsmitteln, werden die Vitamine förmlich „ausgekocht“ und landen im Kochwasser, welches meistens im Abfluss landet.
Beispiel: „Erbsen in der Krankenhauskantine: Frisch und tief eingefroren sind Erbsen voller Vitamine. Beim Auftauen enthalten sie pro 100 Gramm noch 20,5 Milligramm Vitamin C. Nach dem Kochen allerdings nur noch 8,1 Milligramm. Nach einer Stunde im Warmhaltewagen auf Station 3,7 Milligramm und auf dem Teller des Patienten schließlich noch 1,1 Milligramm. Damit haben wir fast nichts mehr von dem, was die Natur uns zur Verfügung stellt.“

Warmhalten ist für Vitamine tödlich:
Warmhalten von Nahrungsmitteln ist für die Vitamine tödlich. Fast alle Vitamine reagieren auf Temperaturanstiege mit Zellverfallsprozessen. Deswegen sollten Nahrungsmittel am besten kurz und bei hoher Temperatur erhitzt werden, um den Nährstoffverlust möglichst gering zu halten.

Schockfrosten rettet Vitamine:
Schockfrosten von frischem Obst und Gemüse, das zum richtigen Zeitpunkt geerntet und dann eingefroren wurde, enthält meistens mehr Vitamine als „frisches“ Obst und Gemüse

Warum der Körper Vitamine braucht:
Der Körper braucht Vitamine, denn ohne Vitamine funktionieren die Abläufe in den Körperzellen nicht. Webb Vitamine durch Nahrung aufgenommen werden, dann werden diese Teilweise in ihrer Form verändert oder sie klinken sich als Ganzes Vitamin an vorhandene Enzyme an. Das dadurch gebildete Vitamin-Enzym-Komplex übernimmt dann im Körper spezifische Funktionen, welche durch das Zusammenkommen, dieses Vitamins mit dem Enzym ermöglicht wird.
Der Körper ist somit ein sich ständig neu erneuerndes Gebilde aus vielen einzelnen Einheiten, die miteinander vernetzt sind. Wir können somit die Qualität der Zellen und Enzyme unseres Körpers direkt beeinflussen, indem wir auf die Qualität der Nährstoffe, die wir zu uns nehmen, achten. Es gilt also, wenn jede Zelle optimal versorgt ist, dann ist der Körper gesund.

Vitamine sind die Bausteine von Enzymen:
Enzyme spielen in allen Prozessen des Körpers eine wichtige Rolle. Nur wenn en Vitamin oder Gen mit einem Enzym in Kontakt kommt, kann dieses umgewandelt oder aktiviert werden. Beim bewusstwerden über den eigenen Nährstoffhaushalt ist es wichtig vor Augen zu halten, dass alle Vitamine und Nährstoffe unterschiedlich sind und deswegen kann ein Stoff, der in großer Menge vorhanden ist nicht einen anderen, der mangelhaft vorhanden ist, ersetzten. Außerdem arbeiten Vitamine auch untereinander zusammen, deswegen ist es unsinnig nur ein einziges Vitamin zuzuführen, da meistens ein ganzes Komplex notwendig ist.

Folgen von Vitaminmangel:
Die Folgen von Vitaminmangel können unterschiedliche Dimensionen einnehmen. Ohne Vitamine funktioniert der Stoffwechsel nicht. Um Kohlenhydrate, Fette und Proteine zu verarbeiten benötigt der Körper Vitamine. Ein Vitaminmangel führt auch unweigerlich zu einem Mangel an Lebensenergie, was in Antriebslosigkeit, Trägheit, Müdigkeit und vieles weitere führen kann.
Laut Klaus Pietrzik, emeritierter Professor für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften an der Universität Bonn, äußert sich ein Vitaminmangel beim Menschen immer in der gleichen chronologischen Folge von Veränderungen:
1. Wenn von einem bestimmten Vitamin der Nachschub ausbleibt, greift der Körper zuerst auf seine eigenen Depots zurück. Außerdem werden weniger Vitamine über den Urin ausgeschieden, und die Vitaminkonzentration im Blut sinkt.
2. Dann wird die Bildung von Metaboliten (das sind Substanzen, die als Zwischenstufen oder als Abbauprodukte von Stoffwechselvorgängen des Organismus entstehen) reduziert und deren Konzentration sowohl im Urin als auch im Blut vermindert.
3. Das wiederum führt zu einer geringeren Aktivität von Enzymen und Hormonen, die von Vitaminen abhängig sind.
4. Jetzt treten erste Krankheitszeichen auf, die aber oft so unspezifisch bleiben, dass der dahinterliegende Vitaminmangel nicht entdeckt wird.
5. Im nächsten Schritt kommt es zu spezifischen Krankheitsbildern, die aber reversibel sind. Das heißt: Bekommt der Patient das fehlende Vitamin, wird er wieder gesund.
6. Wird zu diesem Punkt aber keine Vitamintherapie eingeleitet (der Arzt spricht von »Substitutionstherapie«), können die Schäden nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die wichtigsten Risikogruppen bei Vitaminmangel:
– Schwangere Frauen und stillende Mütter
– Säuglinge
– Kinder und Jugendliche
– Ältere Menschen
– Sportler
– Kranke

Welche Vitamine brauche ich?
Nun bleibt die Frage offen, welches Vitamin man braucht. Hierfür gibt es keine Patentlösung, aber meistens verrät einem die eigene Lust, welche Vitamine man braucht. Dies ist auch allgemein als somatische Intelligenz, also die Intelligenz des eigenen Körpers, bekannt.

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